Internationales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung

Geistige Wurzeln des Rassismus — Rassentheorie und Rassenhass

Die UN-Rassendiskri­m­inierungskon­ven­tion enthält in ihrem Artikel 4 eine Verurteilung der geisti­gen Wurzeln der Rassendiskri­m­inierung und die Verpflich­tung der Ver­tragsstaat­en, die Ideen der Rassendiskri­m­inierung auszumerzen und ihre Propagierung und Betä­ti­gung zu ver­hin­dern und zu bestrafen:
 

The Physiognomist’s Own Book, 1841:"Ähnlichkeit zwischen Mensch und Affe."

The Physiognomist’s Own Book, 1841:
“Ähn­lichkeit zwis­chen Men­sch und Affe.”

Artikel 4
Die Ver­tragsstaat­en verurteilen jede Pro­pa­gan­da und alle Organ­i­sa­tio­nen, die auf Ideen oder The­o­rien hin­sichtlich der Über­legen­heit ein­er Rasse oder ein­er Per­so­n­en­gruppe bes­timmter Haut­farbe oder Volk­szuge­hörigkeit beruhen oder die irgen­deine Form von Rassen­hass und Rassendiskri­m­inierung zu recht­fer­ti­gen oder zu fördern suchen; sie verpflicht­en sich, unmit­tel­bare und pos­i­tive Maß­nah­men zu tre­f­fen, um jedes Aufreizen zur Rassendiskri­m­inierung und alle ras­sisch diskri­m­inieren­den Hand­lun­gen auszumerzen; zu diesem Zweck übernehmen sie unter gebühren­der Berück­sich­ti­gung der in der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte niedergelegten Grund­sätze und der aus­drück­lich in Artikel 5 des vor­liegen­den Übereinkom­mens genan­nten Rechte unter anderem fol­gende Verpflich­tun­gen:
  1. jede Ver­bre­itung von Ideen, die sich auf die Über­legen­heit ein­er Rasse oder den Rassen­hass grün­den, jedes Aufreizen zur Rassendiskri­m­inierung und jede Gewalt­tätigkeit oder Aufreizung dazu gegen eine Rasse oder eine Per­so­n­en­gruppe ander­er Haut­farbe oder Volk­szuge­hörigkeit sowie jede Unter­stützung rassenkämpferisch­er Betä­ti­gung ein­schließlich ihrer Finanzierung zu ein­er nach dem Gesetz straf­baren Hand­lung zu erk­lären,
  2. alle Organ­i­sa­tio­nen und alle organ­isierten oder son­sti­gen Pro­pa­gan­datätigkeit­en, welche die Rassendiskri­m­inierung fördern und dazu aufreizen, als geset­zwidrig zu erk­lären und zu ver­bi­eten und die Beteili­gung an der­ar­ti­gen Organ­i­sa­tio­nen oder Tätigkeit­en als eine nach dem Gesetz straf­bare Hand­lung anzuerken­nen,
  3. nicht zuzu­lassen, dass staatliche oder örtliche Behör­den oder öffentliche Ein­rich­tun­gen die Rassendiskri­m­inierung fördern oder dazu aufreizen.