Internationales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung

Bedeutung der Rassendiskriminierungskonvention

Racistcampaignposter1Die Vere­in­ten Natio­nen haben bere­its in ihrer Char­ta, die am 24. Okto­ber 1945 in Kraft getreten ist, deut­lich zum Aus­druck gebracht, dass ihnen “die Achtung vor den Men­schen­recht­en und Grund­frei­heit­en für alle ohne Unter­schied der Rasse” (Artikel 1, Abs.3) beson­ders wichtig ist. Der Rassen­wahn im Drit­ten Reich war bei der Grün­dung der Vere­in­ten Natio­nen noch mah­nend den Mit­gliedsstaat­en im Gedäch­nis. So ist es auch kein Zufall, dass dieser Aspekt auch in der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte Beach­tung gefun­den hat: Während in Artikel 1 all­ge­mein fest­gelegt wird, dass alle Men­schen “frei und gle­ich an Würde und Recht­en geboren” sind, ist in Artikel 2 expliz­it erk­lärt, die in der Men­schen­recht­serk­lärung proklamierten Rechte und Frei­heit­en ste­hen “ohne irgen­deinen Unter­schied, etwa nach Rasse, Haut­farbe, …Herkun­ft, Geburt oder son­stigem Stand” jedem Men­schen zu. Damit zeigt sich deut­lich, welchen Stel­len­wert der Kampf gegen Ras­sis­mus und Diskri­m­inierung bei den Vere­in­ten Natio­nen ein­nimmt.

Mit der Ver­ab­schiedung der Erk­lärung zur Besei­t­i­gung jed­er Form von Rassendiskri­m­inierung am 20. Novem­ber 1963 stellen die Vere­in­ten Natio­nen klar, dass die Diskri­m­inierung von Men­schen wegen ihrer Rasse eine Men­schen­rechtsver­let­zung ist und ein friedlich­es Miteinan­der zwis­chen den Völk­ern und Natio­nen behin­dert.

Daher erscheint es auch nicht ver­wun­der­lich, wenn von den Vere­in­ten Natio­nen am 21. Dezem­ber 1965 als erstes Men­schen­recht­sübereinkom­men die Rassendiskri­m­inierungskon­ven­tion ver­ab­schiedet wor­den ist — noch vor dem UN-Zivil­paktt und dem UN-Sozial­pakt. Dieses Inter­na­tionale Übereinkom­men zur Besei­t­i­gung jed­er Form von Rassendiskri­m­inierung ist am 4. Jan­u­ar 1969 in Kraft getreten. Durch die enorme Anzahl der Rat­i­fika­tio­nen (Stand 16. Juli 2013: 176) ist zumin­d­est zu erah­nen, welch große Akzep­tanz dieses Übereinkom­men unter den Mit­glied­staat­en der Vere­in­ten Natio­nen besitzt und welch hohen Stel­len­wert die Bekämp­fung des Ras­sis­mus ein­nimmt.